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Thema

Therapie und Beratung

Beratung und Therapie mit Menschen mit Fluchterfahrung bedeutet, einen Raum zu schaffen, in dem sich Klient*innen ausreichend sicher fühlen und ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrnehmen können.  Grundlage professioneller psychosozialer Arbeit ist ein ressourcenorientierter Blick, denn Menschen, die widrige Lebensbedingungen, Flucht und Exil bewältigen, bringen erhebliche Ressourcen, Fähigkeiten und Bewältigungsstrategien mit. Zentral sind außerdem traumapädagogische Grundprinzipien wie Transparenz, Partizipation und die Idee des “guten Grunds”.

Praxisleitfaden Traumasensibler Umgang mit Geflüchteten

Die Arbeit mit Menschen, die Verfolgung und schwere Gewalt erlebt haben,  erfordert neben fachlicher Qualifikation eine reflektierte Haltung gegenüber der eigenen professionellen Rolle , kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten sowie den Machtverhältnissen in der Beratung und Behandlung und der eigenen gesellschaftlichen Positionierung.

Was hilft in der Psychotherapie mit Geflüchteten?

Die psychosoziale Arbeit mit marginalisierten Gruppen bedarf einer konsequenten Lebensweltorientierung und eines intersektionalen Blick auf die Ressourcen und Herausforderungen unserer Klient*innen. Ihre Lebensqualität und Gesundheit sind von diversen strukturellen und gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst, wie Rassismus und Diskriminierung, unsichere aufenthaltsrechtliche Perspektiven, beengte und belastende Wohn- und Lebensbedingungen, Einschränkungen von Grundrechten und institutionelle Barrieren. Eine professionelle Praxis muss diese Faktoren mitreflektieren, ohne sie zu individualisieren.

Mächtige Narrative

In Deutschland sind aufgrund struktureller Barrieren in Beratung und Therapie weiterhin mehrheitlich weiße Personen tätig, was inhärente Machtunterschiede noch weiter verschärft. Eine Reflexion der eigenen gesellschaftlichen Positionierung und Biase sowie deren Auswirkung auf den Beratungs- oder Therapieprozess ist zentral für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und die Verhinderung von Schaden. Konzepte wie cultural humility und critical whiteness bieten Ansätze für Reflexion und beraterische Haltung jenseits paternalistischer Tendenzen.

„Wir müssen reden“ – Rassismus thematisieren in mehrheitlich weißen Beratungs- und Therapiestrukturen

Der Bundesverband stellt Fachkräften Materialien zur Verfügung, die bei der Entwicklung einer solchen machtkritischen und ganzheitlichen Praxis unterstützen. Sie geben Orientierung für die psychosoziale und therapeutische Arbeit, vermitteln konkrete Handlungsempfehlungen und setzen sich kritisch mit Rassismus, Zuschreibungen und gesellschaftlichen Narrativen auseinander.

Flüchtlinge in unserer Praxis

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